Gleich geht’s los. Die Passagiere sind schon ganz gespannt. © Christoph Boeckheler

Christoph Wieland verstärkt die Altenhilfe / Arbeit hat zugenommen

Das farbenprächtige Ambiente hat sich Christoph Wieland nicht ausgesucht: Bunte Bilder mit Papageien darauf wetteifern mit großen Sonnenblumen, Palmen und aufmüpfigen Rabenskulpturen um Aufmerksamkeit. Dazu kommen die Pinnwand mit unzähligen Dankeschön-Karten und jede Menge Akten und Ordner. Die langjährige Geschäftsführerin Gina Lülves hat all dies zusammengetragen, und Wieland, der neue Mitarbeiter, möchte ihr Büro nicht „vermurksen“. Alles soll so bleiben wie es ist, damit sich Lülves, die im März nach schwerer Krankheit und mehrwöchiger Rehabilitation zurückerwartet wird, auch wohlfühlen kann.

Christoph Wieland kam im November vergangenen Jahres zur Altenhilfe. Der Vorstandsvorsitzende des Vereins, Hans-Dieter Klein, hatte ihn bei einer Zeitarbeitsfirma für Fachkräfte entdeckt. Seit dem 1. März ist Wieland nun fest angestellt mit einem Arbeitsvertrag über 35 Stunden in der Woche. Vorher kannte der gelernte Kaufmann für Digitalmarketing weder die Altenhilfe noch war er FR-Leser. Doch schon bald war klar: Die Arbeit macht ihm Spaß. Er selbst spricht von einer „supertollen Aufgabe“ – auch wenn es „nicht ohne“ sei, mit manchen Schicksalen umzugehen. Bei der Altenhilfe könne er seine Berufserfahrung als Kaufmann und sein soziales Engagement zusammenbringen. Und die Zeitung liest er jetzt auch.

Für die evangelische Kirche begleitet und betreut Christoph Wieland Kinder und Jugendliche auf ihren Ferienfreizeiten. Der 32-Jährige kocht gern, egal ob vegan oder mit Fleisch. Zur Unterstützung holt er sich die Kinder in die Küche: „Wenn man gemeinsam arbeitet, ist das eine gute Gelegenheit, sich kennenzulernen.“ Und auch sein zweites Hobby, das Gitarrespielen, kommt bei diesen Freizeiten zum Zuge. Am Lagerfeuer wird die Westerngitarre ausgepackt.

Als Christoph Wieland bei der Altenhilfe anfing, war er zunächst beeindruckt von den „Türmen von Papier“, die er vorfand. Susanne Richter-Madison, die schon vor vielen Jahren ihr Herz für die Altenhilfe entdeckt hat, half ihm bei der Orientierung. Ohne Richter-Madison, die eigentlich nur montags ins Büro kommt, wäre, als Gina Lülves wegen ihrer Krankheit ausfiel, nichts mehr gegangen. Kurz entschlossen opferte Richter-Madison, die bei einer Krankenkasse angestellt ist, ihren Resturlaub und kam auch mittwochs.

So langsam ist wieder Ruhe bei der Altenhilfe eingekehrt. Alle Spendenquittungen sind verschickt, versichert Hans-Dieter Klein. Seitdem nicht nur bedürftige alte Menschen, sondern auch Projekte für alte Menschen unterstützt werden, ist die Arbeit bei der Altenhilfe komplizierter und aufwendiger geworden.

Christoph Wieland gibt unumwunden zu, dass er noch nicht alle Feinheiten der Vereinsarbeit beherrscht. Gina Lülves wird sehnlichst zurückerwartet. Mit ihr, Susanne Richter-Madison und Christoph Wieland wird die Altenhilfe dann von einem perfekten Team betreut.