Zuletzt hat Elvira D. (Name geändert) als Verkäuferin in einer Bäckerei gearbeitet. Nachdem sie in Rente gegangen ist, ist sie zusätzlich zu ihrem geringen Ruhegeld auf Grundsicherung angewiesen.
„Es gibt Tage, da ist das Geld schon sehr knapp. Aber eigentlich geht es mir persönlich gut“, sagt sie bescheiden und ein bisschen ihrer Situation trotzend.
„Das ist eine ganz tolle Sache“, sagt Elvira D. über die FR-Altenhilfe. „Man kann den vielen, vielen Spendern für ihre Großzügigkeit nur vielmals danken“, freut sich die Seniorin.
Die FR-Altenhilfe überweist Elvira D. seit 2022 Zuwendungen. „Dann kann ich wieder mal normal einkaufen gehen“, sagt sie. Auf den Preis und die Menge schaut sie aber auch dann ganz genau.
Von dem Betrag, der von der FR-Altenhilfe kommt, wird auch immer „ein bissel gespart, beispielsweise für eine neue Waschmaschine, von einem Händler, der günstigere B-Ware anbietet“.
Die technische Haushaltshilfe erleichtert D. den Alltag erheblich. Die 73 Jahre alte Frau leidet unter einer chronischen Erkrankung. Vor gut einem Jahr erlitt sie einen Herzinfarkt.
Elvira D. wurde im Taunusort Glashütten geboren. Beim damaligen Kaufhaus Hertie im Main-Taunus-Zentrum absolvierte sie eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau mit Schwerpunkt Mode und Textilien.
Um sich finanziell zu verbessern, sei sie nach ein paar Jahren im Beruf in ein Modegeschäft, später zum Beispiel in einen Jeansladen in Höchst gewechselt. Grund sei stets das Ladensterben im Stadtteil gewesen.
Aber auch die Branche selbst habe bereits früh begonnen zu kränkeln. Dann musste D. die Branche wechseln, um bis zum Renteneintrittsalter arbeiten zu können. So war sie in einer Drogerie tätig und zuletzt war es eben die Bäckerei.
All die vielen Jahrzehnte gearbeitet, doch am Ende reicht es nur für eine „sehr kleine Rente“. Elvira D. erklärt deutlich: „Im Verkauf konnte man ja nichts verdienen.“
Seit vielen Jahren lebt die Seniorin nun in Bad Soden. Mit ihrem mittlerweile verstorbenen langjährigen Lebenspartner hat sie keine eigene Familie gegründet. „Ich habe jedoch eine große Verwandtschaft mit Nichten“, sagt sie zufrieden.
Eine andere Freude ist für Elvira D. ein Fleckchen Grün vor ihrer Wohnung, in dem sie sich gerne aufhält und den sie auch betreut. „Ich gärtnere gerne“, sagt sie mit einem Lachen. Detlef Sundermann