Die FR-Altenhilfe hat 2025 viele ältere Menschen unterstützt. In diesem Jahr soll mit der Spendensumme von 1,2 Millionen Euro Ähnliches ermöglicht werden.
Die Dankbarkeit der Menschen, die von der FR-Altenhilfe bedacht werden, ist immer wieder überwältigend. „Uns bewegt Wärme und Herzlichkeit, die wir von Ihnen fühlen.“ „Sie haben uns Hoffnung in unserem schwierigen Rentenalter gegeben.“ „An alle lieben Spender: Durch Sie ist das Weihnachtsfest heller geworden.“
Das sind nur drei beispielhafte Sätze aus den vielen Weihnachtskarten, die die Klientinnen und Klienten wieder an Christoph Wieland und Ruth Klesel von der FR-Altenhilfe geschrieben haben. Handgeschrieben, wohlgemerkt. Mal ganz akkurat, mal sichtlich mit Mühe, weil das Schreiben schon schwerfällt. Doch dies immer mit ganz viel Dankbarkeit.
Es sind diese Reaktionen, die zeigen, dass die Hilfe ankommt und auch etwas mit den Menschen macht. Wer keine Karte schreibt, ruft im Büro der FR-Altenhilfe an und bedankt sich mündlich. Und manchmal gibt es auch ein kleines Paket mit süßen Überraschungen.
Grund zur Freude gab es 2025 genug. Da ist zuallererst natürlich immer die Beihilfe an Ostern und Weihnachten. Sie ist und bleibt das Kerngeschäft des Vereins „Not gemeinsam lindern“, der die Alten- und Weihnachtshilfe der Frankfurter Rundschau realisiert.
Knapp 1000 Haushalte bekamen an beiden Terminen eine finanzielle Zuwendung. Rund 722.000 Euro wurden dadurch ausgezahlt. Zudem wurden an Ostern und Weihnachten auch bedürftige Menschen aus Frankfurter Seniorenheimen mit jeweils 150 Euro bedacht. Knapp 44.000 Euro wurden dadurch weitergegeben.
88.640 Euro gingen außerdem an Projekte für ältere Menschen außerhalb der FR-Altenhilfe, etwa von den Maltesern, dem Bürgerinstitut Frankfurt oder auch dem Frankfurter Verband.
Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Erinnerung bleiben dürften sicherlich die beiden Kulturveranstaltungen. Im März des vergangenen Jahres ging es ein weiteres Mal ins Neue Theater nach Frankfurt-Höchst, wo eine Varieté-Show atemberaubende Akrobatik und kecke Artistik bot. Mitte November ging es zur Frankfurter Volksbühne von Michael Quast, wo es allerlei Liebeswirrungen im weißen Rössl gab.
An der Spitze hat sich der Verein neu aufgestellt. Der langjährige Vorsitzende Hans-Dieter Klein gab die Führung ab. Sabrina Hoffmann ist nun Vorstandsvorsitzende, ihr Stellvertreter ist Michael Bayer. Beide bilden zudem die Chefredaktion der Frankfurter Rundschau.
In ihrem ersten Jahr können beide über die Spendensumme in Höhe von 1.197.243,22 Euro verfügen. Somit wurde auch 2025 das große Spendenziel von einer Million Euro übertroffen.
Das Geld wird zunächst in die Beihilfe an Ostern und Weihnachten fließen. Welche Projekte und Veranstaltungen darüber hinaus möglich sein könnten, darüber wolle man im Frühjahr beraten.
Dank Stiftungen, wie der Carls-Stiftung aus Königstein, gibt es ein Budget für Sonderausgaben, wodurch man Klientinnen und Klienten unerwartete Mehrausgaben finanzieren könnte. Dazu zählen Zahnarztkosten oder Neuanschaffungen von plötzlich kaputtgegangenen Kühlschränken und Waschmaschinen.
„Wir holen die Leute dort ab, wo sie sind“, sagt Christoph Wieland. Es gehe nicht darum, was jemand mal besessen habe oder warum er sich in der aktuellen Situation befinde. Für die FR-Altenhilfe sei die aktuelle Bedürftigkeit der älteren Menschen entscheidend. Und dass man diese Not dann lindere. Steven Miksch