Bild: Renate Hoyer

„Ich bin immer überglücklich, wenn Ostern oder Weihnachten kommen“, sagt Romy P. (Name geändert) mit Freude in der Stimme.

„Das Geld von der Frankfurter Rundschau Altenhilfe ist ein wichtiges Zubrot für kleine Extras, die ich mir mit meinem knappen Einkommen sonst vom Mund absparen müsste“, sagt die 75-Jährige.

Die „kleinen Extras“ sind diesmal besonders wichtig. Romy P. muss ihre Wohnung verlassen, weil das Haus abgerissen wird. Eine neue Bleibe hat sie bereits, aber wegen der Einbauschränke in der alten Wohnung werden mit dem Umzug nun einige Möbelstücke nötig, sagt P.

„Auf dem Pausenhof gab es einen Mittelstreifen, den wir nicht übertreten durften“, erzählt sie aus ihrer Frankfurter Volksschulzeit. Von ihrer Mädchenschule habe man zu den Jungs nur herübersehen dürfen, deren Schulhaus auf der anderen Seite der weißen Linie lag.

Nach der 9. Klasse absolvierte P. eine Ausbildung zur Zahnarzthelferin. Früh habe sie geheiratet. „Aber das mussten wir nicht.“ P. betont, dass keine verfrühten Umstände der Grund waren.

Mit der Ehe sei auch der berufliche Wechsel erfolgt. Das Paar machte sich mit einem Radio- und Fernsehgeschäft selbstständig. Sie war die Chefin, ihr Mann der Angestellte, was sich viele Jahre später jedoch als großer Fehler herausstellte.

Die Ehe, aus der zwei gemeinsame Kinder hervorgingen, scheiterte nach vielen Jahren, und damit ging für Romy P. gleichfalls die berufliche Basis verloren. „In all den Jahren hatte ich mir keine Gedanken über meine eigene Absicherung gemacht. Diese Erkenntnis war für mich wie ein Schock, aber sie kam zu spät“, sagt die Rentnerin heute.

Alle Versuche, noch eine Arbeit im Angestelltenverhältnis zu finden, seien gescheitert. „Entweder war ich für die Stelle überqualifiziert oder zu alt“, berichtet die Seniorin. Die Behinderung nach einem Unfall habe die Jobsuche überdies erschwert.

Zur kleinen Rente erhält sie noch Grundsicherung. Zur Altersarmut seien überdies altersbedingte Erkrankungen hinzugekommen, berichtet P. Detlef Sundermann